Überschrift - Schloss Au (Hallerau)) im Landkreis Freising

Markt Au in der Hallertau • Landkreis Freising
Eigentümer: Freiherr Beck von Peccoz und Dashang Group

Historische Ansicht

Mitten im Herzen der Hallertau erhebt sich Schloss Au in der Ortsmitte des Marktes Au als markantes Zentrum des historischen Ortsbildes.

HISTORIE Die Geschichte von Schloss Au reicht bis ins Hochmittelalter zurück. Bereits um das Jahr 1000 bestand hier ein Herrschaftssitz der Grafen von Moosburg, die zu den frühen bedeutenden Adelsgeschlechtern der Region zählten.

Nach dem Aussterben der Moosburger im Jahr 1281 wechselte die Herrschaft mehrfach den Besitzer. Über die Herren von Stein gelangte Au 1306 an die Grafen von Abensberg. Unter ihnen erhielt der Ort 1349 das Marktrecht.

1385 kamen Markt und Burg an die Preysinger, später durch Heirat an die Freiherren von Thurn. Während des Landshuter Erbfolgekrieges wurde die mittelalterliche Burg zwischen 1503 und 1505 weitgehend zerstört.

Ende des 15. Jahrhunderts wurde bereits ein Schloss erwähnt.

Zwischen 1544 und 1578 ließ Jakob III. von Thurn die Anlage als großzügiges Schloss in den heutigen Grundzügen neu errichten. Aus der früheren Wasserburg entstand ein repräsentativer Renaissancebau mit rechteckiger Anlage.

Im 17. Jahrhundert blieb Schloss Au Mittelpunkt der Herrschaft und überstand sogar die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges vergleichsweise unbeschadet. Gleichzeitig entwickelte sich die Schlossbrauerei weiter, deren Brautradition erstmals 1590 urkundlich erwähnt wird.

1707 wurde die Schlosskapelle St. Anna, ein achteckiger Zentralbau mit schlankem Zwiebelturm, eingeweiht.

1786 erwarb Graf Maximilian Karl Theodor von Holnstein die Hofmark mit Schloss und Brauerei.

Über die Familien von Fraunhofen, Törring-Seefeld und Preysing-Hohenaschau gelangte das Schloss schließlich 1846 in den Besitz der Freiherren Beck von Peccoz, die die Anlage bis heute besitzen.

1880 erfolgte unter Freiherr Eugen Beck von Peccoz eine umfassende Umgestaltung im Stil der Neurenaissance nach Plänen des Münchner Architekten Otto Schoch. Dabei erhielt das Schloss weitgehend sein heutiges Erscheinungsbild.

Die Brauerei wurde 1923 geschlossen.

Auch im 20. Jahrhundert wurde die Anlage erweitert und modernisiert. Dennoch blieb der historische Charakter des Schlosses mit Park, Brauerei und Wirtschaftsgebäuden erhalten.

Ab 1985 erfolgte ein Umbau zu einem Jugendhaus, das 1991 eröffnet wurde.

 ARCHITEKTUR Schloss Au präsentiert sich als weitläufige rechteckige Schlossanlage mit charakteristischen Eckerkertürmen und hohen Mansardwalmdächern.

Besonders prägend ist die Umgestaltung im Stil der französisch beeinflussten Neurenaissance des späten 19. Jahrhunderts. Die symmetrischen Fassaden, die markanten Türme und die repräsentative Hofanlage verleihen dem Schloss bis heute seine eindrucksvolle Wirkung.

Im Kern verbirgt sich jedoch noch die ältere Renaissanceanlage des 16. Jahrhunderts, die wiederum auf die mittelalterliche Wasserburg zurückgeht. Historische Gräben und Fundamente der ursprünglichen Befestigung sind teilweise noch als Bodendenkmal erhalten.

Zum Ensemble gehören außerdem die Schlosskapelle St. Karl Borromäus, die historischen Brauereigebäude, das ehemalige Torhaus sowie der weitläufige Schlosspark mit Weiher und altem Baumbestand.

Ein besonderer Blickfang ist der sogenannte Jagdsaal, in dem sich eine der größten privaten Jagdtrophäensammlungen Deutschlands befindet.

Schloss Au (Hallerau) im Landkreis Freising

Foto: © Marion Creyaufmüller

Die weitläufige Schlossanlage mit ihren Eckerkertürmen, dem Schlosspark und der angeschlossenen Brauerei verbindet die Geschichte einer mittelalterlichen Wasserburg mit der repräsentativen Architektur der Renaissance und des Historismus

Schloss Au (Hallerau) im Landkreis Freising

Foto: © Marion Creyaufmüller

Das Schlossensemble vereint herrschaftliche Architektur und jahrhundertealte Brautradition

Schloss Au (Hallerau) im Landkreis Freising

Foto: © Marion Creyaufmüller

Historische Wirtschaftsgebäude der Schlossbrauerei im Schatten des Schlosses

Schloss Au (Hallerau) im Landkreis Freising

Foto: © Marion Creyaufmüller

Die Türme und Dächer des Schlosses prägen die Silhouette des historischen Ensembles

Schloss Au (Hallerau) im Landkreis Freising

Historische Ansicht:
„Bierbrauen“ – Holzstich, 19. Jahrhundert – © Private Sammlung

Wissenswert

Schlossbrauerei

Die Schlossbrauerei Au-Hallertau zählt zu den traditionsreichsten Brauereien der Hallertau

Ihre Brautradition reicht nachweislich bis ins Jahr 1590 zurück

Bis heute bildet die Verbindung aus Schloss, Brauerei und Marktzentrum das historische Herz von Au in der Hallertau

Heutige Nutzung

icon Gastronomie

Restaurant im Schlossbräukeller
Köstliche bayrische Schmankerln; traditionelle griechische Küche und frisch gezapfte Bierspezialitäten; Biergarten unter alten Kastanien
Öffnungszeiten:
Di 17.30-23 Uhr; Mi-So 11.30-14 Uhr, 17.40-23 Uhr; Mo geschlossen

icon Feiern & Tagen

Heiraten • Feiern • Tagen
Verschiedene Räumlichkeiten – von rustikal bis elegant – können für besondere Anlässe gebucht werden; Heiraten in der klassizistischen Kapelle; der Jagdsaal im Schloss, der die größte private Trophäensammlung Deutschlands aufwarten kann, eignet sich für Empfänge und Feierlichkeiten und kann angemietet und auf Anfrage besichtigt werden

icon Führungen groß

Führungen
Brauereiführungen
auerbier.de

Barrierefreiheit
Informationen liegen derzeit nicht vor

Hunde
Informationen liegen derzeit nicht vor

icon Info groß

Das Schloss selbst wird von den Freiherren Beck von Peccoz bewohnt und ist nicht zu besichtigen

Schloss Au (Hallerau) im Landkreis Freising

Foto: © Marion Creyaufmüller

Zwischen alten Wirtschaftsgebäuden erhebt sich das Schloss Au über dem Ensemble

 

Kontakt

Schloss Au (Hallertau)
Schlossbräugasse 2
84072 Au in der Hallertau
fon +49-8752-9822
www.schlossbraeukeller.de