Verborgen hinter alten Bäumen befindet sich inmitten eines weitläufigen Parks, in dem Pfauen wandeln, das Schlossensemble Aufhausen mit seiner historischen Kegelbahn und eigener barocken Schlosskapelle.
HISTORIE Bereits im Jahr 788 wurde „Ufhusa“ erstmals urkundlich erwähnt. Damals befand sich hier ein Herrenhof, der mit Zustimmung Herzog Tassilos III. von Gotahelm an das Kloster Mondsee übergeben wurde. Später entwickelte sich daraus ein Edelsitz.
1596 ließ Christoph Schrenk zu Notzing, Egmating und Aufhausen – Bürgermeister von München, die Grundzüge des heutigen Schlosses errichten. Aufgrund seines Amtes musste sich sein Wohnsitz in erreichbarer Nähe – nur einen Tagesritt von München entfernt befinden, weshalb Aufhausen als Standort gewählt wurde.
Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wechselte Schloss Aufhausen mehrfach den Besitzer. Zu den Eigentümern zählten unter anderem die Grafen Fugger, die Grafen Preysing und die Familie von Auer.
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Anlage umfassend erweitert und umgestaltet. 1718 ersetzte die vermutlich von Hans Kogler errichtete barocke Schlosskapelle St. Magdalena die bisherige, mittelalterliche Kapelle, die sich im ältesten Teil der Gemäuer befand.. Um 1720 entstand der heutige dreigeschossige, kubische Schlossbau mit Mansardwalmdach.
Die Schlosskapelle St. Magdalena wurde 1760 von Johann Baptist Lethner überarbeitet.
1774 gelangte Schloss Aufhausen in den Besitz von Graf Max von Preysing, der es 1817 an den später geadelten Rechtsanwalt Michael Nikolaus Ludwig von Auer (1777–1835), Vater der Politiker Adolf von Auer (1831–1916) und Julius von Auer (1832–1915) verkaufte.
1817 erwarb der Rechtsanwalt Michael Nikolaus Ludwig von Auer das Anwesen. Bei ihrer Nobilitierung nahm die Familie, abgeleitet vom Schloss, 1832 den Adelstitel „Auer von Aufhausen“ an. Der älteste Sohn und Landtagsabgeordnete Max von Auer (1821–1881) erbte 1835 das Anwesen.
Dessen Witwe Ernestine von Auer veräußerte das Schloss mitsamt Grundbesitz 1883 an den Bankier Christoph Robert von Froelich, der einen Jagdsitz in der Nähe suchte. Er brachte 1883 sein Augsburger Bankhaus in die neue Bayerische Vereinsbank ein, wurde deren erster Vorstandsvorsitzender und war Ur-Urgroßvater des heutigen Eigentümers, Baron Georg von Hammerstein.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden weitere Wirtschaftsgebäude als Vierseitanlage nordwestlich des Schlosses und die bis heute erhaltene historische Kegelbahn von 1897.
1983 erbte Friederun Freifrau von Hammerstein den Besitz und restaurierte das Schloss und die Nebengebäude gemeinsam mit ihrem Ehemann Alexander umfassend. Die Anlage befand sich bereits seit seit Jahrzehnten im Besitz der Familie der Baronin, die ursprünglich aus Augsburg stammte.
1985 entschloss sich das Besitzerpaar, von München, wo sie Antiquitätenhandel betrieben, nach Aufhausen überzusiedeln.
In den Wirtschaftsgebäuden befinden sich heute Wohnungen, die von den Hammersteins für einen sehr günstigen Preis an junge Familien mit Kindern vermietet werden.
Das Schloss wird unter anderem für kulturelle Veranstaltungen, Feiern und Hochzeiten genutzt.
ARCHITEKTUR Schloss Aufhausen präsentiert sich als schlichter barocker Schlossbau mit drei Geschossen und Mansardwalmdach.
Die heutige Gestalt der Anlage geht im Wesentlichen auf die Umbauten des frühen 18. Jahrhunderts zurück. Besonders charakteristisch ist das harmonische Zusammenspiel von Schloss, Wirtschaftsgebäuden, Park und Schlosskapelle.
Die dem Schloss nordwestlich vorgelagerten Ökonomiegebäude bilden gemeinsam mit dem Hauptbau ein geschlossenes Ensemble eines ehemaligen adeligen Landsitzes.
Die barocke Schlosskapelle St. Magdalena zählt zu den bemerkenswertesten Teilen der Anlage. Zusammen mit dem alten Baumbestand und dem weitläufigen Park verleiht sie dem Schloss einen besonders stimmungsvollen Charakter.
Foto: © Marion Creyaufmüller
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Foto: © Marion Creyaufmüller
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Portrait der Eugenie von Hohenzollern-Hechingen – © Gemeinfrei
Berühmter Gast
Der Familiengeschichte zufolge soll Joséphine Bonaparte, die Gemahlin Napoleons, im Dezember 1805 auf dem Weg nach München im Schloss übernachtet haben. Historisch belegen lässt sich diese Episode zwar nicht, sie gehört jedoch bis heute zu den bekanntesten Erzählungen rund um das Schloss.
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Heiraten • Feiern • Tagen
Von der Planung einer Feier oder Tagung über deren Durchführung bis hin zur Nachbearbeitung; Heiraten im Schlosspark vor der eindrucksvollen ‚Hochzeitsbuche‘, in der Barockkapelle oder in einem der ehrwürdigen Sälen -Rittersaal, Kapellensaal oder Amalfisaal – auch für Firmen- und Weihnachtsfeiern, Geburtstage & Jubiläen sowie kirchliche Anlässe, Workshops & Seminare und Präsentationen & Hausmessen; die Schlosskapelle und die historische Kegelbahn können für Veranstaltungen gemietet werden
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Veranstaltungen
Kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Theater, Lesungen, Opernaufführungen im Schlosspark
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Fotoshootings & Filmlocation
Das Schloss mit Sälen, Privatsalons, Fluren, Möbeln, Suiten, Kellergewölben und Dachböden sowie die Parkanlage mit prachtvollem Baumbestand, Tennisplatz, historischer Kegelbahn. die große Terrasse, Schlosskapelle, Schlossscheune und der Außenbereich (Pferdepaddock, Reitplatz, Koppeln, Felder, Forst mit Fischweihern) bieten eine außergewöhnliche Vielfalt an Motiven für Foto- und Filmproduktionen
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Barrierefreiheit
Informationen liegen derzeit nicht vor
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Hunde
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Foto: © Marion Creyaufmüller
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Schloss Aufhausen
Schlossallee
85435 Erding-Aufhausen
fon +49-152-545-14710
www.schloss-aufhausen.de
Stadt Erding-Aufhausen • Landkreis Erding
Eigentümer: Baronin von Hammerstein










