Mitten in der historischen Altstadt von Neuburg an der Donau erhebt sich das Weveldhaus als eines der bedeutendsten Bürgerhäuser der Renaissance in Bayern. Direkt am Karlsplatz gelegen, erinnert das prachtvolle Gebäude mit seinen kunstvollen Fassaden und reich geschmückten Innenräumen an die glanzvolle Zeit Neuburgs als Residenzstadt der Pfalzgrafen.
HISTORIE Die Geschichte des Weveldhauses beginnt im 16. Jahrhundert während der Blütezeit der pfalz-neuburgischen Residenz.
Errichtet wurde das Gebäude zwischen 1537 und 1543 für den wohlhabenden Kaufmann und Hofbeamten Hans Weveld, der zu den einflussreichen Bürgern Neuburgs gehörte. Die aufstrebende Residenzstadt erlebte damals unter Pfalzgraf Ottheinrich eine kulturelle und wirtschaftliche Hochphase.
Das Weveldhaus entstand in unmittelbarer Nähe zum Schloss und spiegelte den neuen Wohlstand der Renaissancezeit wider. Anders als die älteren gotischen Bürgerhäuser sollte der Bau bewusst Modernität, Bildung und Repräsentation verkörpern.
Im Laufe der Jahrhunderte blieb das Gebäude eines der bedeutendsten Bürgerhäuser Neuburgs. Trotz verschiedener Umbauten und Nutzungsänderungen blieb die Renaissanceausstattung außergewöhnlich gut erhalten.
Besonders im 19. und 20. Jahrhundert erkannte man zunehmend den kunsthistorischen Wert des Hauses. Umfangreiche Restaurierungen trugen dazu bei, die historischen Fassaden und Innenräume zu bewahren.
Heute zählt das Weveldhaus zu den wichtigsten Profanbauten der Renaissance im süddeutschen Raum und prägt bis heute das historische Zentrum Neuburgs.
ARCHITEKTUR Das Weveldhaus gilt als herausragendes Beispiel bürgerlicher Renaissancearchitektur in Bayern.
Besonders eindrucksvoll ist die reich gegliederte Straßenfassade mit ihren kunstvollen Fensterrahmungen, Erkern und dekorativen Renaissanceformen.
Im Gegensatz zu den eher wehrhaften mittelalterlichen Bürgerhäusern vermittelt das Gebäude Offenheit, Eleganz und repräsentativen Anspruch.
Im Inneren haben sich bedeutende historische Räume erhalten, darunter prächtige Kassettendecken, Wandmalereien und reich ausgestattete Säle.
Die Architektur zeigt deutlich den Einfluss italienischer Renaissanceformen, die unter Pfalzgraf Ottheinrich früh nach Neuburg gelangten.
Gerade die Verbindung aus städtischer Bürgerkultur und höfischer Renaissance macht das Weveldhaus zu einem besonderen Zeugnis der Neuburger Stadtgeschichte.
WISSENSWERTES / ANEKDOTE Das Weveldhaus entstand in einer Zeit, in der Neuburg an der Donau als eine der modernsten Residenzstädte Süddeutschlands galt. Unter Pfalzgraf Ottheinrich hielten italienische Renaissancekunst, Humanismus und neue Architekturformen ungewöhnlich früh Einzug in Bayern – Entwicklungen, die sich nicht nur im Schloss, sondern auch in Bürgerhäusern wie dem Weveldhaus eindrucksvoll widerspiegeln.
Foto: © Marion Creyaufmüller
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Foto: © Marion Creyaufmüller
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Foto: © Marion Creyaufmüller
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Stadtmuseum
Umfangreiche Sammlung zur Stadtgeschichte, die von Funden aus dem Neolithikum in Neuburg über Relikte der Römerzeit bis hin zur Geschichte Neuburgs als Garnisonsstadt reicht; Sonderausstellungen
Öffnungszeiten:
Di-So 10-18 Uhr; Mo geschlossen
Reguläre Winterschließung: Jan-Mitte März
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Museumsladen
Kleine Geschenke, Bücher und Ansichtskarten
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Führungen
für Gruppen nach Vereinbarung
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Barrierefreiheit
Informationen liegen derzeit nicht vor
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Hunde
Informationen liegen derzeit nicht vor
Foto: © Marion Creyaufmüller
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Stadtmuseum Neuburg an der Donau im Weveldhaus
Amalienstraße 19
86633 Neuburg an der Donau
fon +49-8431-539053
www.stadtmuseum-neuburg.de
Stadt Neuburg an der Donau • Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Eigentümer: Stadt Neuburg an der Donau




















