Am südwestlichen Rand Münchens liegt Schloss Fürstenried eingebettet in einen weitläufigen Park mit alten Alleen und Gartenanlagen. Das elegante Barockschloss wurde als Jagd- und Sommerresidenz der Wittelsbacher errichtet und zählt bis heute zu den bedeutenden Schlossanlagen im Münchner Süden.
HISTORIE Die Geschichte Fürstenrieds begann im frühen 18. Jahrhundert. Kurfürst Max Emanuel ließ zwischen 1715 und 1717 ein neues Schloss als Jagd- und Lustschloss errichten.
Die Planung übernahm der Hofbaumeister Joseph Effner, der zu den bedeutendsten Architekten des bayerischen Barock zählte. Das Schloss entstand in einer Zeit, in der die Wittelsbacher ihre Landsitze rund um München repräsentativ ausbauen ließen.
Im Laufe des 18. Jahrhunderts diente Schloss Fürstenried vor allem als Aufenthaltsort für Jagden und höfische Feste. Gleichzeitig wurde die Anlage schrittweise erweitert und gärtnerisch ausgestaltet.
Im 19. Jahrhundert nutzten verschiedene Mitglieder des Hauses Wittelsbach das Schloss zeitweise als Wohnsitz. König Max II. sowie später König Ludwig II. hielten sich mehrfach in Fürstenried auf.
Nach dem Ende der Monarchie ging die Anlage in staatlichen Besitz über.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss unterschiedlich genutzt. Seit den 1920er Jahren dient Schloss Fürstenried überwiegend kirchlichen Zwecken.
Heute befindet sich hier unter anderem ein Exerzitienhaus des Erzbistums München und Freising.
ARCHITEKTUR Schloss Fürstenried präsentiert sich als barocke Dreiflügelanlage mit klar gegliederten Fassaden und einem weitläufigen Ehrenhof.
Besonders charakteristisch ist der langgestreckte Mittelbau mit seinem zurückhaltenden, eleganten Erscheinungsbild. Die Architektur folgt den Formen des höfischen Barock, verzichtet jedoch auf übermäßige Prunkentfaltung.
Im Inneren besitzen einzelne Räume noch historische Stuckarbeiten und barocke Ausstattungsdetails. Die ursprüngliche Raumstruktur ist in Teilen erhalten geblieben.
Zum Schloss gehört außerdem ein großzügiger Park mit Alleen, alten Baumreihen und Gartenflächen. Die Anlage vermittelt bis heute den Charakter eines höfischen Jagd- und Sommerschlosses des frühen 18. Jahrhunderts.
WISSENSWERTES Schloss Fürstenried war einer der bevorzugten Aufenthaltsorte König Ludwigs II. in der Umgebung Münchens. Der König hielt sich hier besonders in jungen Jahren häufiger auf, bevor er später seine berühmten Märchenschlösser errichten ließ.
Foto: © Marion Creyaufmüller
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Foto: © Marion Creyaufmüller
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Foto: © Marion Creyaufmüller
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Tagungen
Neun Tagungsräume mit Kapazitäten von 8 bis 120 Personen stehen zur Verfügung; durch ihre unterschiedlichen Größen, Formen, historischen Hintergründe und Möblierungen haben alle Räume ihren eigenen Charme und Charakter; helle und freundliche Atmosphäre, modern eingerichtet und mit Standard-Technik ausgestattet
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Übernachtung
92 schlichte, helle und funktionell ausgestattete Zimmer stehen zur Verfügung: 71 Einzelzimmer, 13 Doppelzimmer und 8 Mehrbettzimmer, von denen zwei als Dreibettzimmer und sechs als Vierbettzimmer nutzbar sind
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Park
Die große Parkanlage ist nur für die Gäste des Hauses zugänglich und lädt zum Spazierengehen ein; die kleine Waldkapelle kann besichtigt werden
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Veranstaltungen Exerzitienhaus
Besinnungswochenenden oder -tage, ignatianische Einzelexerzitien, kontemplative Exerzitien und Wochenenden, Meditationsangebote, Bibelabende
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Tag der offenen Tür
Für Besucher ist die Schlossanlage nur im Rahmen von Veranstaltungen zugänglich; jeden Herbst gibt es einen Tag der offenen Tür
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Barrierefreiheit
Der Schlossgarten ist barrierefrei (teilweise aber Kieswege)
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Hunde
Das Mitbringen von Tieren ist nicht gestattet
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Papst Benedikt XVI. studierte als junger Theologiestudent Joseph Ratzinger in der theologische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität, die sich für einige Jahre im Schloss Fürstenried befand
Foto: © Marion Creyaufmüller
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Schloss Fürstenried
Forst-Kasten-Allee 103
81475 München
fon +49-89-7450829-0 (Empfang)
fon +49-89-7450829-34 (Sekretariat)
Internet
Stadt München
Eigentümer: Katholische Kirchenstiftung Fürstenried



















