Landkreis Weilheim-Schongau
Historische Ansichten:
• „Schonga“ – Kupferstich von Ertl, 1687 – © Private Sammlung
• „Schongau von Osten über den Lech gesehen“ – Kupferstich von Michael Wening aus der „Historico topographica-descriptio, Bavariae“, 1740 – © Private Sammlung
• „Schongau. Panoramaansicht.“ – Stahlstich, um 1850 – © Private Sammlung
Stadtbefestigung Schongau
Stadt Schongau
Landkreis Weilheim-Schongau
Die nahezu vollständig erhaltene Ringmauer – zum großen Teil mit Wehrgängen – der Schongauer Stadtbefestigung, deren Anfänge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, hat eine Länge von etwa 1626 Metern und zählt zu den besterhaltenen Stadtmauern Süddeutschlands; von ursprünglich 15 Türmen sind noch fünf erhalten; weiterhin zwei von drei Toren
Erhaltene Befestigungstürme
Französischer Turm schlichter Wachturm mit Pultdach, verputzter Massivbau aus dem 16. Jahrhundert; 1764 wieder aufgebaut
Kasselturm (Käppeleturm, Belvedere) im 13. Jahrhundert erbaut, 1781/1782 von Grund auf erneut; markanter quadratischer Wachturm mit oktogonalem Aufbau und Zeltdach an der südöstlichen Ecke der Stadtmauer; im Kern aus dem 16. Jahrhundert, 1704 bis 1717 wieder aufgebaut
Schwaigerturm kleiner verputzter Turm der Stadtbefestigung und zeitweise Wasserreservoir mit Schopfwalmdach, vermutlich im 17. Jahrhundert erbaut
Polizeidienerturm (Stadtmauerturm, Alter Einlass) aus dem 15. Jahrhundert, fünfgeschossiger quadratischer Schalenturm aus Tuffstein mit oktogonalem Aufbau – im Süden der Stadt
Feichelturm (Hexenturm, Faulturm) – einst ein fünfstöckiges Gebäude mit ausgedehnten unterirdischen Verliesen, in denen während der berüchtigten Schongauer Hexenprozesse von 1589 bis 1592 über sechzig Frauen auf ihre Hinrichtung warten mussten
Erhaltene Toranlagen
Frauentor (Kühtor, Stadttor) mit seitlichem Torwärterhäuschen und Rundbogendurchfahrt; im 13. Jahrhundert erbaut – 1392 als „Kuehtor“ erwähnt – 1699 Umbau zum barocken Festungswerk „Frauentor“ – 1984/1985 wurde nach der Sanierung die „Historische Weinstube“ eingebaut
Maxtor (Hoftor, Kreuztor, Stadttor) im 13. Jahrhundert erbaut – 1493 als „Hoftor“ erwähnt – ab 1690 als „Kreuztor“ bezeichnet – 1704 im Spanischen Erbfolgekrieg durch österreichische Husaren gesprengt und anschließend wieder instand gesetzt
Heutige Ansichten:
Fotos: © Marion Creyaufmüller
Historische Ansichten:
• „Weilheim.“ – Kupferstich von Matthäus Merian aus „Topographia Bavariae“, 1644 – © Private Sammlung
• „Weilhaim“ – Kupferstich von Ertl, 1687 – © Private Sammlung
• „Statt Weilheim“ – Kupferstich von Michael Wening, 1701 – © Private Sammlung
• „Ansicht auf Weilheim“ – Kupferstich von Scherer nach Lucas Troger, 1798 – © Private Sammlung
• „Weilheim – Stadtmauer bei der Vötterlgasse“ – Historische Echtfotokarte, um 1900 – © Private Sammlung
• „Stadtmauer Partie“ – Historische Künstlerkarte von Eugen Felle – © Private Sammlung
Stadtbefestigung Weilheim
Stadt Weilheim in Oberbayern
Landkreis Weilheim-Schongau
Bereits 1238 wurde die Stadtbefestigung in einer Urkunde des Klosters Steingaden als „oppidum“ (befestigte Siedlung mit Ringmauer) genannt.
Der Befestigungsring um die Altstadt entstand in mehreren Bauabschnitten. Um 1238 erhielt die Siedlung das Stadtrecht und wurde daraufhin mit einer Stadtmauer sowie drei Tortürmen umgeben.
Die eigentliche Stadtbefestigung entstand vermutlich um 1320/30 und wurde um 1350/60 erweitert.
Erste Hinweise auf eine steinerne Stadtmauer finden sich in einer Erwähnung des Pöltnertors aus dem Jahr 1359.
Im 15. Jahrhundert wurde eine neue Brustwehr mit Schießscharten errichtet.
Im 19. Jahrhundert wurden mehrere Stadttore abgebrochen:
1872: Oberes Tor
1873: Schmiedtor
1874: Pöltnertor (St. Pöltner Tor)
Etwa ein Drittel der ursprünglichen Stadtmauer ist bis heute erhalten geblieben. Von der Weilheimer Stadtbefestigung aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stehen noch größere Teile der Mauer sowie der Schwedenturm (Kimmerleturm)
Weilheim – Eine Stadtgeschichte
Quelle: © Stadtmuseum Weilheim – www.youtube.com

















