Überschrift - Bischöfliches Residenzschloss Freising (Kloster) im Landkreis Freising

Hoch über der Altstadt von Freising erhebt sich auf dem Domberg das ehemalige bischöfliche Residenzschloss als Teil des jahrhundertealten geistlichen Zentrums der Stadt. Gemeinsam mit Dom, Stiftsgebäuden und Klosteranlagen prägt das weitläufige Ensemble bis heute das Erscheinungsbild Freisings und erinnert an die Zeit, als die Stadt einer der bedeutendsten geistlichen Mittelpunkte Altbayerns war.

HISTORIE Die Geschichte des Freisinger Dombergs reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Bereits im 8. Jahrhundert entstand hier das Bistum Freising, das zu den ältesten Bistümern Bayerns zählt.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte entwickelte sich der Domberg zu einem bedeutenden geistlichen und politischen Zentrum. Neben dem Dom entstanden Wohn- und Verwaltungsgebäude der Freisinger Fürstbischöfe sowie zahlreiche Stifts- und Klosterbauten.

Das bischöfliche Residenzschloss entwickelte sich schrittweise aus älteren mittelalterlichen Hof- und Verwaltungsgebäuden. Besonders im Spätmittelalter und in der Barockzeit erfolgten umfangreiche Erweiterungen und Umbauten.

Im 17. und 18. Jahrhundert erhielt die Anlage unter den Freisinger Fürstbischöfen ihre repräsentative Gestalt. Zahlreiche Räume wurden barock ausgestaltet und an die Anforderungen einer geistlichen Residenz angepasst.

Mit der Säkularisation von 1803 endete die weltliche Herrschaft der Freisinger Fürstbischöfe. Viele Gebäude des Dombergs wurden anschließend staatlich genutzt oder neuen Funktionen zugeführt.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Domberg zunehmend zu einem kirchlichen Bildungs- und Verwaltungszentrum. Gleichzeitig erfolgten Restaurierungen und Umgestaltungen einzelner Gebäude.

Heute beherbergt das ehemalige Residenzensemble unter anderem kirchliche Einrichtungen, Archive, Bildungsstätten sowie Teile der Verwaltung des Erzbistums München und Freising.

 ARCHITEKTUR Das ehemalige bischöfliche Residenzschloss präsentiert sich als Teil eines weitläufigen historischen Ensembles aus unterschiedlichen Bauphasen vom Mittelalter bis zum Barock.

Besonders charakteristisch ist die erhöhte Lage auf dem Freisinger Domberg mit weitem Blick über die Altstadt und das Umland.

Die Anlage verbindet mittelalterliche Grundstrukturen mit barocken Fassaden und repräsentativen Innenräumen. Große Teile des heutigen Erscheinungsbildes gehen auf Umbauten des 17. und 18. Jahrhunderts zurück.

Zum Ensemble gehören neben den ehemaligen Residenzgebäuden auch Höfe, Arkadengänge, Wirtschaftsgebäude und Gartenbereiche, die eng mit dem Freisinger Dom verbunden sind.

Gemeinsam mit dem Dom St. Maria und St. Korbinian zählt das ehemalige Residenzschloss zu den bedeutendsten historischen Bauensembles Altbayerns.

WISSENSWERTES Der Freisinger Domberg gilt als einer der ältesten dauerhaft genutzten geistlichen Standorte Bayerns. Über viele Jahrhunderte hinweg waren die Freisinger Fürstbischöfe nicht nur kirchliche Würdenträger, sondern zugleich weltliche Herrscher mit großem politischen Einfluss im altbayerischen Raum.

Foto: © Marion Creyaufmüller

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