Hoch über dem Reintal erhebt sich das Königshaus am Schachen auf 1.866 Metern Höhe inmitten der Wettersteinlandschaft bei Garmisch-Partenkirchen. Umgeben von schroffen Gipfeln, Bergwiesen und alten Zirben zählt das abgelegene Refugium König Ludwigs II. zu den ungewöhnlichsten königlichen Rückzugsorten Bayerns.
HISTORIE Die Geschichte des Königshauses am Schachen beginnt in den frühen 1870er Jahren. König Ludwig II. ließ sich auf dem abgelegenen Hochplateau ein persönliches Refugium errichten, fernab höfischer Verpflichtungen und der großen Residenzstädte.
Zwischen 1869 und 1872 entstand nach Plänen des Architekten Georg von Dollmann zunächst ein vergleichsweise schlicht wirkendes Gebäude im Stil eines alpinen Schweizer Hauses. Trotz der zurückhaltenden äußeren Erscheinung war das Haus von Beginn an als exklusiver königlicher Rückzugsort gedacht.
Ludwig II. nutzte das Königshaus vor allem in den Sommermonaten. Besonders rund um seinen Geburtstag im August hielt er sich regelmäßig mehrere Tage auf dem Schachen auf.
Während die unteren Räume vergleichsweise schlicht gehalten waren, entstand im Obergeschoss ein prunkvoller orientalischer Saal, inspiriert von maurischer Architektur und den Fantasiewelten des Königs. Dieser sogenannte Türkische Saal wurde zum eigentlichen Mittelpunkt des Hauses.
Das Königshaus blieb im Gegensatz zu anderen Projekten Ludwigs II. weitgehend unverändert erhalten. Nach dem Tod des Königs im Jahr 1886 ging das Gebäude in staatlichen Besitz über.
Heute gehört das Königshaus am Schachen zur Bayerischen Schlösserverwaltung und zählt zu den außergewöhnlichsten Bauwerken König Ludwigs II.
ARCHITEKTUR Äußerlich präsentiert sich das Königshaus überraschend zurückhaltend. Der zweigeschossige Holzbau orientiert sich an alpinen Schweizerhäusern des 19. Jahrhunderts und fügt sich bewusst in die Hochgebirgslandschaft ein.
Gerade dieser Kontrast macht die Anlage so außergewöhnlich: Hinter der vergleichsweise schlichten Fassade verbirgt sich im Obergeschoss eine prachtvolle orientalische Raumwelt.
Der sogenannte Türkische Saal zählt zu den eindrucksvollsten Innenräumen des Historismus in Bayern. Farbenprächtige Stoffe, geschnitzte Holzarbeiten, orientalische Ornamente, Leuchter und niedrige Sitzgruppen schaffen eine fast märchenhafte Atmosphäre.
Auch die abgeschiedene Lage prägt die Architektur entscheidend. Das Königshaus wurde bewusst so positioniert, dass sich weite Ausblicke auf die umliegenden Gipfel des Wettersteingebirges ergeben.
Bis heute besitzt die Anlage eine außergewöhnliche Wirkung zwischen alpiner Schlichtheit und exotischer Fantasiewelt.
WISSENSWERTES König Ludwig II. ließ sich jedes Jahr zu seinem Geburtstag auf den Schachen bringen – damals über schmale Gebirgspfade und teils stundenlange Märsche. Noch heute ist das Königshaus ausschließlich zu Fuß erreichbar und gilt damit als eines der abgelegensten königlichen Bauwerke Bayerns.
Foto: © Marion Creyaufmüller
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Foto: © Marion Creyaufmüller
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Foto: © Marion Creyaufmüller
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Besichtigung
ist nur mit Führung möglich;
Öffnungszeiten:
Anfang Juni bis Anfang Oktober (abhängig von der Schneelage)
täglich um 11, 13, 14 und 15 Uhr sowie bei Bedarf:
Gruppenführungen (ab 15 Personen) werden auch in Englisch, Französisch oder Italienisch angeboten
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Berggaststätte
und Übernachtung; bayerische Gerichte
Öffnungszeiten:
die Küche schließt um 18:30 Uhr
fon +49-172-8768868
www.schachenhaus.de
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Feiern und Tagen
Die Hütte ist bestens für Feiern und Gruppen geeignet
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Barrierefreiheit
Informationen liegen derzeit nicht vor
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Hunde
In den Zimmern und Lagern sind keine Hunde erlaubt
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Das Schloss xxx
Foto: © Marion Creyaufmüller
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Königshaus am Schachen
82467 Garmisch-Partenkirchen
fon +49-8822 9203-0
Internet
Das Königshaus und die Berggaststätte liegen in den Bergen auf über 1800 mHöhe und sind nur auf Wanderwegen zu Fuß erreichbar
(Gehzeit für Auf- und Abstieg 6-7 Stunden)
Markt Garmisch-Partenkirchen-„Schachen“ • Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Eigentümer: xxx













