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Überschrift - Burg Mörnsheim (Staffelburg) im Landkreis Eichstätt

Hoch über dem Markt Mörnsheim erhebt sich die Burg Mörnsheim, auch Staffelburg genannt, auf einem markanten Bergsporn über dem Gailachtal. Die heute ruinöse Anlage zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Burganlagen des Eichstätter Landes und erinnert mit ihren mächtigen Mauerresten an die einstige Bedeutung der fürstbischöflichen Grenzfestung.

HISTORIE Die Ursprünge der Burg Mörnsheim reichen vermutlich bis ins Hochmittelalter zurück. Bereits im 10. Jahrhundert bestand im Bereich des heutigen Burgbergs eine befestigte Anlage im Einflussgebiet des Hochstifts Eichstätt.

1225 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Bischof Heinrich I. von Zipplingen ließ in dieser Zeit einen mächtigen Bergfried aus Buckelquadern errichten, der als uneinnehmbarer Mittelpunkt der Anlage dienen sollte.

Im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts wurde die Burg kontinuierlich erweitert. Unter den Eichstätter Bischöfen entstanden zusätzliche Ringmauern, Wehrgänge und Befestigungen. Besonders Bischof Friedrich IV. von Oettingen sowie Albrecht II. von Hohenrechberg ließen die Anlage im 15. Jahrhundert erheblich verstärken. Dabei entstanden der mächtige Zwinger, neue Gräben sowie mehrere Wehrtürme.

Die Burg diente über Jahrhunderte als Sitz des fürstbischöflichen Pflegers und bildete den westlichen Grenzposten des Hochstifts Eichstätt. Gleichzeitig entwickelte sich unterhalb der Burg der Markt Mörnsheim.

1634 versuchten schwedische Truppen während des Dreißigjährigen Krieges vergeblich, die Burg einzunehmen. Der Markt Mörnsheim wurde dabei jedoch schwer verwüstet.

Nach dem Krieg verlor die Burg zunehmend ihre Bedeutung. 1645 wurde das Amt Mörnsheim mit Dollnstein zusammengelegt, woraufhin der Verfall der Anlage einsetzte.

Während des Spanischen Erbfolgekrieges wurde die Burg Anfang des 18. Jahrhunderts zusätzlich beschädigt. 1760 ordnete der Eichstätter Fürstbischof schließlich den teilweisen Abbruch der baufälligen Anlage an. Viele Steine wurden später als Baumaterial verwendet, unter anderem für den Kirchenbau im Ort.

Seit den 1980er Jahren erfolgen umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, um die erhaltenen Teile der Burg zu bewahren.

 ARCHITEKTUR Die Burg Mörnsheim war eine großflächige mittelalterliche Höhenburg, die sich über den gesamten Schlossberg oberhalb des Marktes erstreckte.

Besonders charakteristisch war der mächtige romanische Bergfried aus Buckelquadern, der den Mittelpunkt der Anlage bildete. Hinzu kamen Ringmauern, Zwingeranlagen, Wehrgänge und mehrere Türme, die die Burg zu einer der stärksten Befestigungen des Eichstätter Landes machten.

Im 15. Jahrhundert erhielt die Burg zusätzliche spätgotische Befestigungen mit tiefen Halsgräben und massiven Außenmauern. Die Anlage wurde dabei den zunehmenden militärischen Anforderungen angepasst.

Heute sind noch Teile der Ringmauer, Abschnitte der Zwingermauer sowie Reste von Türmen erhalten. Besonders bemerkenswert ist ein tonnengewölbter Raum der ehemaligen Burgkapelle St. Afra, der bis heute erhalten blieb.

Durch die exponierte Lage oberhalb des Gailachtales zählt die Burgruine noch immer zu den markantesten historischen Anlagen des Naturparks Altmühltal.

WISSENSWERTES Die Burg Mörnsheim wird häufig auch „Staffelburg“ genannt. Innerhalb der ehemaligen Burganlage entstanden nach dem teilweisen Abbruch im 18. Jahrhundert mehrere Wohnhäuser, wodurch sich bis heute ein ungewöhnliches Nebeneinander aus mittelalterlicher Ruine und späterer Bebauung erhalten hat.

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Heutige Nutzung

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Ferienwohnung
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Öffnungszeiten:
Di-Fr von 9-16 Uhr; Feiertage geschlossen

Barrierefreiheit
Informationen liegen derzeit nicht vor

Hunde
Keine Haustiere erlaubt

icon Info groß

Die Wohnbauten auf dem Burggelände befinden sich in Privatbesitz und sind der nicht zu besichtigen; die Außenanlagen der Ruine sind jederzeit zugänglich

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Foto: © Marion Creyaufmüller

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Kontakt

Burg Mörnsheim
Burgberg
91804 Mörnsheim
fon +49-9145-6436
Internet

Markt Mörnsheim-„Schlossberg“ • Landkreis Eichstätt
Eigentümer: Susanne und Armin Bachmeier