• Schloss Unterweikertshofen im Landkreis Dachau
Überschrift Schloss Unterweikertshofen im Landkreis Dachau

Das von einem weitläufigen Schlosspark umgebene Schloss Unterweikertshofen zählt zu den bedeutendsten Hofmarksschlössern im westlichen Dachauer Land. Die Anlage liegt unmittelbar neben der Kirche St. Gabinus am Rand des Glonntals und verbindet die Geschichte einer mittelalterlichen Burg mit dem Charakter eines barocken Landsitzes.

HISTORIE Bereits im 12. Jahrhundert bestand in Weikertshofen ein befestigter Adelssitz der edelfreien Herren von Weikertshofen. Die Burg entwickelte sich im Laufe des Mittelalters zu einem wichtigen Stützpunkt im Gebiet zwischen Dachau und Aichach.

Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Anlage mehrfach erweitert. In Urkunden erscheint sie als „Veste Weikertshofen“. Immer wieder kam es zu Streitigkeiten über die territoriale Zugehörigkeit der Burg und der Hofmark.

Um 1550 bestand die Burganlage aus mehreren massiven Türmen und verbundenen Gebäudeteilen. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts galt die alte Burg jedoch bereits als stark beschädigt und nicht mehr zeitgemäß.

1610 ließ Sebastian von Adelzhausen an Stelle der älteren Burg ein neues Schloss errichten. Der Bau wurde 1616 vollendet und bildete die Grundlage der heutigen Anlage.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Schloss Unterweikertshofen 1633 von schwedischen Truppen geplündert und in Brand gesetzt. Bereits wenige Jahrzehnte später erfolgte jedoch der Wiederaufbau.

Ab 1625 befand sich die Hofmark im Besitz der Grafen von Preysing, später der Khuen von Belasi.

Seit 1799 gehört Schloss Unterweikertshofen der Familie Graf von Hundt zu Lautterbach. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage barock überformt und im Inneren reich ausgestattet.

Nach 1987 erfolgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten. Heute befindet sich das Schloss weiterhin in Privatbesitz und wird unter anderem für Veranstaltungen und kulturelle Zwecke genutzt.

 ARCHITEKTUR  Das Schloss präsentiert sich als stattlicher dreigeschossiger Bau mit rechteckigem Grundriss und Halbwalmdach. Der heutige Baukörper geht im Kern auf die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück.

Besonders charakteristisch ist die geschlossene Wirkung der Anlage, die noch immer an den Ursprung als befestigter Adelssitz erinnert. Historische Darstellungen zeigen das Schloss einst mit zwiebelgedeckten Eckaufbauten und wehrhaftem Erscheinungsbild.

Im Inneren besitzt das Schloss barocke Stuckarbeiten, die kunsthistorisch den bedeutenden Stuckatorenschulen Altbayerns zugerechnet werden.

Auch die benachbarte Schlosskapelle St. Gabinus gehört zum historischen Ensemble.

Zum Schloss gehörten über Jahrhunderte außerdem Wirtschaftsgebäude, Gärten, eine Schlossbrauerei sowie ausgedehnte landwirtschaftliche Flächen. Teile der ehemaligen Schlosswirtschaft prägen den Ort bis heute.

WISSENSWERTES Der Kupferstecher Michael Wening stellte Schloss Unterweikertshofen um 1700 in seiner berühmten „Historico-Topographica Descriptio“ dar. Dadurch zählt die Anlage zu den vergleichsweise gut dokumentierten Hofmarksschlössern Altbayerns.

Schloss Unterweikertshofen im Landkreis Dachau

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Schloss Unterweikertshofen im Landkreis Dachau

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Foto: © Marion Creyaufmüller

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Schloss Unterweikertshofen im Landkreis Dachau

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Kontakt

Schloss Unterweikertshofen
von-Hundtstraße 1
85253 Unterweikertshofen
www.schloss-unterweikertshofen.de

Gemeinde Erdweg • Landkreis Ebersberg
Eigentümer: Wolf-Dietrich Graf von Hundt zu Lautterbach