Überschrift - Pagodenburg (Nymphenburg) in München

Mitten im nördlichen Teil des Nymphenburger Schlossparks liegt die Pagodenburg, ein kleines, aber kunstvoll ausgestattetes Lustschlösschen des frühen 18. Jahrhunderts. Der pavillonartige Bau zählt zu den frühesten Beispielen der Chinoiserie in Bayern und spiegelt die Begeisterung des europäischen Adels für fernöstliche Kunst und Architektur wider.

HISTORIE Die Pagodenburg entstand Anfang des 18. Jahrhunderts als Teil der erweiterten Parkanlagen von Schloss Nymphenburg. Auftraggeber war Kurfürst Max Emanuel, der den Schlosspark nach französischem Vorbild ausbauen ließ.

Zwischen 1716 und 1719 wurde der Pavillon nach Plänen des Hofarchitekten Joseph Effner errichtet. Die Innenausstattung entstand unter Mitwirkung bedeutender Künstler und Stuckateure der Zeit.

Die Pagodenburg diente als Ort höfischer Erholung und als privates Tee- und Lustschloss innerhalb der Gartenanlagen. Gleichzeitig spiegelte sie die damals moderne Begeisterung für ostasiatische Kunst und Kultur wider.

Im Laufe des 18. Jahrhunderts blieb die Anlage weitgehend unverändert erhalten. Anders als größere Schlossbauten wurde die Pagodenburg nur selten grundlegend umgestaltet.

Auch die Kriegszerstörungen des 20. Jahrhunderts überstand das kleine Schlösschen vergleichsweise gut. Nach Restaurierungen zählt die Pagodenburg heute zu den bedeutendsten Parkburgen der Nymphenburger Schlossanlagen.

 ARCHITEKTUR  Die Pagodenburg präsentiert sich als zweigeschossiger Pavillonbau mit oktogonalem Grundriss und geschwungenem Dachaufbau. Die Architektur verbindet barocke Formen mit dekorativen Elementen der Chinoiserie.

Besonders auffällig ist die helle Fassadengestaltung mit ihren feinen Gliederungen und den großen Fenstern, die den Blick in den Schlosspark öffnen.

Im Inneren besitzt die Pagodenburg eine außergewöhnlich reiche Ausstattung. Berühmt ist vor allem der blau-weiß gestaltete Saal im Erdgeschoss mit seinen holländischen Delfter Fliesen und chinesisch inspirierten Dekorationen.

Im Obergeschoss befinden sich weitere repräsentative Räume mit feinen Stuckarbeiten und ornamentalen Wandgestaltungen. Trotz der vergleichsweise kleinen Größe vermittelt die Anlage den Eindruck eines luxuriösen höfischen Rückzugsortes.

WISSENSWERTES Die Pagodenburg zählt zu den frühesten erhaltenen Bauwerken der sogenannten Chinoiserie in Deutschland. Die Begeisterung für chinesische Kunst, Porzellan und fernöstliche Motive galt im europäischen Adel des 18. Jahrhunderts als Ausdruck besonderer Eleganz und Bildung.

Pagodenburg (Nymphenburg) in München

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Pagodenburg (Nymphenburg) in München

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Pagodenburg (Nymphenburg) in München

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Pagodenburg (Nymphenburg) in München

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Heutige Nutzung

icon Museum

Besichtigung
Im Schloss – ein Hauptwerk der „Chinamode“ des 18. Jahrhunderts – vermischen sich europäische und fernöstliche Dekorationselemente zu einem exotischen Ambiente
Öffnungszeiten:
Apr-15. Okt: Mo-So 9-18 Uhr; 16. Oktober bis März: geschlossen

Barrierefreiheit
• Fünf ausgewiesene Behindertenstellplätze auf dem Parkplatz befinden sich vor dem Schloss Nymphenburg
• Schlosspark bis auf wenige Ausnahmen gut befahrbar mit wenigen Steigungen
• Es ist eine mobile Rampe vorhanden; der Zugang ist dennoch nicht barrierefrei, da trotz Rampe eine hohe Stufe bleibt
• Die Besichtigung des Erdgeschosses ist möglich; das Obergeschoss ist nur über eine schmale Treppe erreichbar

Hunde
Hunde und andere Tiere dürfen nicht in das Schloss und die Museen mitgenommen werden; im Schlosspark müssen Hunde unbedingt an die Leine

icon Info groß

Die Pagodenburg ist eine der so genannten vier Parkburgen im Nymphenburger Schlosspark – zauberhafte Lustschlösschen mit komfortablen Räumlichkeiten, die architektonische Schmuckstücke darstellen

Pagodenburg (Nymphenburg) in München

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Kontakt

Pagodenburg
Schloss Nymphenburg 205
Eingang 19
80638 München
fon +49-89-17908-0
Internet

Stadt München
Eigentümer: Freistaat Bayern