Das Ortsbild wird vom Schloss Lauterbach und der St.-Jakobs-Kirche geprägt, welche östlich der Ortschaft auf dem Rücken eines Moränenhügels liegen
Hoch über dem Ort Lauterbach erhebt sich Schloss Lauterbach auf einem Moränenhügel westlich von Dachau. Die von alten Bäumen umgebene Schlossanlage zählt zu den ältesten Adelssitzen im Dachauer Land und befindet sich bis heute im Besitz der Grafen von Hundt zu Lautterbach.
HISTORIE Die Ursprünge des Schlosses reichen bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Damals entstand auf dem Höhenrücken eine befestigte Anlage, die zunächst den Herren von Dachau als Sitz diente.
Um 1250 saß das Ministerialengeschlecht der Dachauer auf Lauterbach. Nach dem Aussterben der Linie gelangte der Besitz über familiäre Verbindungen an Veit von Eglofstein.
1449 verkauften Veit von Eglofstein und seine Frau einen Teil der Hofmark Lauterbach an Hanns Hundt zu Dorf. Seit dieser Zeit befindet sich Schloss Lauterbach mit Unterbrechungen im Besitz der späteren Grafen von Hundt zu Lautterbach.
Um 1550 ließ Georg Hundt zu Lautterbach und Falkenstein die ältere, inzwischen stark verfallene Burganlage weitgehend neu errichten. Die Anlage präsentierte sich damals als befestigter Schlossbau mit Ringmauer und Ecktürmen.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Schloss schwer beschädigt. Gegen Ende des Krieges brannte die Anlage teilweise aus.
In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erfolgte unter Johann Franz Maximilian Servatius von Hundt ein umfangreicher Wiederaufbau. Aus dieser Zeit stammt im Wesentlichen das heutige Erscheinungsbild des Schlosses.
Im Laufe der folgenden Jahrhunderte blieb Lauterbach Stammsitz der Familie von Hundt. Anders als viele andere Adelssitze wechselte das Schloss nicht mehrfach den Besitzer, sondern blieb über Generationen hinweg eng mit der Geschichte der Familie verbunden.
Bis heute befindet sich Schloss Lauterbach in Privatbesitz und wird von der Familie Graf von Hundt zu Lautterbach bewohnt.
ARCHITEKTUR Das Schloss präsentiert sich als dreigeschossige Anlage mit Rund- und Ecktürmen sowie unregelmäßig angeordneten Flügelbauten, die einen Innenhof umschließen.
Der heutige Bau geht im Kern auf die Umbauten des 16. und 17. Jahrhunderts zurück. Noch immer vermittelt die Anlage den Eindruck eines befestigten Adelssitzes, obwohl die ursprünglichen Verteidigungsanlagen im Laufe der Zeit verändert wurden.
Besonders markant ist die erhöhte Lage auf dem Moränenhügel, durch die das Schloss weithin sichtbar über der Landschaft des Dachauer Landes liegt. Teile des ehemaligen Wassergrabens sind bis heute erhalten.
An den Nordflügel schließt sich die Schlosskapelle an, ein schlichter Rechteckbau mit halbrundem Chorschluss. Die Kapelle stammt im Wesentlichen aus dem 17. Jahrhundert und besitzt Stuckarbeiten sowie spätere farbige Fassungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
WISSENSWERTES Bereits Philipp Apian stellte Schloss Lauterbach 1568 auf seiner berühmten Landtafel von Bayern dar. Auch Michael Wening zeigte die Anlage um 1700 in mehreren Kupferstichen. Dadurch lässt sich die bauliche Entwicklung des Schlosses über Jahrhunderte hinweg vergleichsweise gut nachvollziehen.
Foto: © Marion Creyaufmüller
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Das Schloss wird vom Eigentümer bewohnt und ist daher nicht zu besichtigen
Foto: © Marion Creyaufmüller
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Schloss Lauterbach
Am Schlossberg 6
85232 Lauterbach
www.schloss-lauterbach.de
Gemeinde Bergkirchen-Lauterbach • Landkreis Dachau
Eigentümer: Dr. Georg Graf von Hundt zu Lautterbach











