Überschrift - Schloss Seeburg (Münsing) im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Hoch über dem Ostufer des Starnberger Sees liegt Schloss Seeburg bei Münsing-Weipertshausen eingebettet in einen weitläufigen Park mit direktem Zugang zum Seeufer. Die burgartig wirkende Anlage mit ihren Türmchen und dem markanten Bergfried zählt zu den auffälligsten Schlossbauten im nördlichen Alpenvorland und erinnert mit ihrer Architektur bewusst an romantische Ritterburgen des Historismus.

HISTORIE Die Geschichte von Schloss Seeburg begann gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der Münchner Bauunternehmer Heinrich Hoech ließ die Anlage ab 1888 am Ufer des Starnberger Sees errichten.

Ursprünglich trug das Anwesen den Namen „Schloss Biberkor“. Die Anlage wurde als repräsentativer Landsitz in besonders reizvoller Lage geplant.

1902 ließ der Industrielle Peter Göring aus Kochel das Schloss umfassend umbauen und erweitern. In dieser Zeit erhielt die Anlage weitgehend ihr heutiges Erscheinungsbild sowie den Namen „Schloss Seeburg“.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer. Unter anderem gehörte die Anlage Prinz Karl von Isenburg sowie der Familie von Brüning.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Schloss Seeburg zeitweise von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Anwesen in den Besitz des Freistaates Bayern über. Später wurde die Anlage an christliche Jugend- und Familienwerke verpachtet.

Heute dient Schloss Seeburg vor allem als Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsstätte für Kinder-, Jugend- und Familiengruppen.

 ARCHITEKTUR  Schloss Seeburg präsentiert sich als burgartige Anlage im Stil des späten Historismus beziehungsweise der Neuromanik.

Besonders charakteristisch sind die zahlreichen Türmchen, Erker, Zinnen und der markante Bergfried, die dem Schloss ein fast märchenhaftes Erscheinungsbild verleihen.

Die Anlage wurde bewusst an mittelalterliche Burgen angelehnt, obwohl sie erst Ende des 19. Jahrhunderts entstand. Vorbilder waren romantische Schlossbauten jener Zeit, darunter auch Schloss Neuschwanstein.

Zum Ensemble gehören neben dem Hauptgebäude auch eine Schlosskapelle, Nebengebäude, eine historische Bootshütte sowie Uferanlagen mit Mauern und kleinem Leuchtturm.

Durch die direkte Lage am Starnberger See besitzt Schloss Seeburg bis heute eine besonders eindrucksvolle landschaftliche Wirkung.

WISSENSWERTES Schloss Seeburg wurde ursprünglich unter dem Namen „Schloss Biberkor“ erbaut. Erst nach dem Umbau von 1902 erhielt die Anlage ihren heutigen Namen. Die romantische Architektur des Schlosses sollte bewusst den Eindruck einer mittelalterlichen Ritterburg vermitteln, obwohl das Gebäude tatsächlich erst aus der Zeit des Historismus stammt.

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Heutige Nutzung

icon Kinder

Christliches Kinder- und Jugendwerk
Umgeben von einem großen Schlosspark und mit direktem eigenen Seezugang bietet das Schloss viele Möglichkeiten für Kinder-, Jugend- und Familiengruppen sowie Freizeiten und Klassenfahrten

icon Hotel

Übernachten
156 Betten stehen zur Verfügung

Barrierefreiheit
Informationen liegen derzeit nicht vor

Hunde
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Foto: © Marion Creyaufmüller

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Kontakt

Schloss Seeburg
Nördliche Seestraße 130
82541 Münsing
fon +49-8151-9619-0
Internet

Gemeinde Münsing-Weipertshausen • Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Eigentümer: Werner Döttinger