Stadt Neuburg an der Donau-Grünau • Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Eigentümer: Wittelsbacher Ausgleichsfond
Mitten in den ausgedehnten Auwäldern südöstlich von Neuburg an der Donau liegt das Jagdschloss Grünau verborgen zwischen alten Baumalleen, Wasserläufen und stillen Waldflächen. Die elegante Renaissanceanlage zählt zu den bedeutendsten Jagdschlössern Bayerns und erinnert an die glanzvolle Zeit der Pfalzgrafen von Neuburg, die hier höfische Jagden und festliche Zusammenkünfte veranstalteten.
HISTORIE Die Geschichte von Grünau beginnt im 16. Jahrhundert unter Pfalzgraf Ottheinrich von Pfalz-Neuburg, einem der bedeutendsten Renaissancefürsten Süddeutschlands.
Zwischen 1533 und 1555 ließ Ottheinrich mitten im waldreichen Donaugebiet ein repräsentatives Jagdschloss errichten. Die weitläufigen Wälder rund um Neuburg galten damals als hervorragendes Jagdrevier für Hochwild und höfische Jagdgesellschaften.
Grünau war dabei weit mehr als nur ein einfacher Jagdsitz. Das Schloss diente zugleich als Ort höfischer Repräsentation und spiegelte den kulturellen Anspruch der Neuburger Pfalzgrafen wider.
Unter den späteren Herrschern von Pfalz-Neuburg blieb das Jagdschloss über lange Zeit ein beliebter Aufenthaltsort. Regelmäßig fanden hier aufwendige Jagden, Feste und Empfänge statt.
Im Laufe der Jahrhunderte verlor die höfische Jagdkultur zunehmend an Bedeutung. Das Schloss wurde später unterschiedlich genutzt und zeitweise vernachlässigt.
Trotz verschiedener Umbauten und Veränderungen blieb der Renaissancecharakter der Anlage erstaunlich gut erhalten.
Heute befindet sich das Jagdschloss im Besitz des Freistaats Bayern und zählt zu den bedeutendsten historischen Bauwerken der Region Neuburg-Schrobenhausen.
ARCHITEKTUR Das Jagdschloss Grünau präsentiert sich als harmonische Renaissanceanlage mit klar gegliederten Fassaden und markanten Eckbauten.
Besonders charakteristisch ist die ruhige, beinahe elegante Wirkung der Architektur, die sich deutlich von wehrhaften mittelalterlichen Burgen unterscheidet.
Die symmetrische Gestaltung, die regelmäßigen Fensterachsen und die hellen Fassaden spiegeln die Formensprache der süddeutschen Renaissance wider.
Rund um die Schlossanlage entstanden Wirtschaftsgebäude, Höfe und Gartenbereiche, die eng mit der höfischen Jagdkultur verbunden waren.
Die Lage mitten im Wald spielte bei der Planung eine entscheidende Rolle. Schloss und Landschaft sollten bewusst eine Einheit bilden und den Charakter eines exklusiven Jagdreviers unterstreichen.
Gerade diese Verbindung aus Renaissancearchitektur und stiller Waldlandschaft verleiht Grünau bis heute seine besondere Atmosphäre.
WISSENSWERTES / ANEKDOTE Pfalzgraf Ottheinrich, der Bauherr von Grünau, galt als einer der kunstsinnigsten Renaissancefürsten Deutschlands. Er war nicht nur leidenschaftlicher Jäger, sondern zugleich ein großer Förderer von Architektur, Buchkunst und Wissenschaft. Auch das berühmte Ottheinrichsbau-Schloss in Heidelberg geht auf ihn zurück – damit verbindet das abgelegene Jagdschloss Grünau eine direkte Linie zu den bedeutendsten Renaissanceprojekten des deutschen Südwestens.
Foto: © Marion Creyaufmüller
xxx
Foto: © Marion Creyaufmüller
xxx
Foto: © Marion Creyaufmüller
xxx
Foto: © Marion Creyaufmüller
xxx
![]()
Aueninformationszentrum
in mehreren Räumen des Gebäudes; Informations- und Bildungsarbeit zur Ökologie und Nutzung der Flussauen, zur Flussregulierung und ihren Auswirkungen sowie Renaturierung von Auen mit regionalem Schwerpunkt im Bereich der Donau
Öffnungszeiten:
Apr-Okt: Mi-Fr 9-12 Uhr und 13-18 Uhr; Sa, So + FT 10-18 Uhr;
Mo + Di geschlossen
Internet
![]()
Mobiler Caféwagen
im Schlosspark mit süßen Leckereien
Öffnungszeiten:
Bei schönem Wetter bis Herbst Sa+So 10-17 Uhr
![]()
Jagdmesse
Deutschlands größte Outdoormesse für Jäger und Schützen
Internet
![]()
Barrierefreiheit
Informationen liegen derzeit nicht vor
![]()
Hunde
Informationen liegen derzeit nicht vor
Foto: © Marion Creyaufmüller
xxx
Jagdschloss Grünau
Grünau 1
86633 Neuburg an der Donau




















