• Schloss Inching im Landkreis Eichstätt
Überschrift - Schloss Inching im Landkreis Eichstätt

An einer sanften Biegung der Altmühl, dort, wo der Fluss beinahe innezuhalten scheint, um das Spiegelbild der Uferfelsen zu betrachten, liegt Schloss Inching. Es ist kein trutziges Bollwerk, das nach der Herrschaft über die Lande greift, sondern ein stilles Juwel – ein „Schlösschen“, dessen Mauern die Intimität und den feinen Geist des ländlichen Barocks in sich tragen.

Direkt am Ufer der Altmühl, wo das Wasser ruhig an den alten Mauern vorbeifließt, liegt das Schloss Inching. Es ist kein riesiger Palast, sondern ein charmantes, eher bescheidenes Landschloss, das sich harmonisch in die bayerische Jura-Landschaft einfügt. Während andere Burgen der Region stolz auf Berggipfeln thronen, sucht Inching die Nähe zum Fluss und wirkt beinahe wie ein edles Gutshaus, das über die Jahrhunderte seine Ruhe bewahrt hat

HISTORIE  Die Ursprünge von Inching reichen weit zurück, doch seine heutige Seele erhielt das Anwesen als Sommerresidenz und Jagdschloss der Eichstätter Domherren. Während die großen Residenzen der Region für Repräsentation und Prunk standen, war Inching ein Ort des Rückzugs. Hierher entfloh die geistliche Elite dem Zeremoniell der Stadt, um in der Abgeschiedenheit des Tals der Jagd nachzugehen oder die Kühle des Wassers zu genießen. Das Schloss, dessen Kern auf das 11. oder 12. Jahrhundert zurückgeht, wurde im 18. Jahrhundert unter der Ägide des Domkapitels barockisiert, wodurch es jene charmante Leichtigkeit erhielt, die es noch heute auszeichnet.

Die Geschichte von Inching ist eng mit dem Bistum Eichstätt verknüpft. Ursprünglich im Mittelalter als einfache Wohnturmanlage errichtet, entdeckte das Eichstätter Domkapitel den Ort im 18. Jahrhundert für sich. Die Domherren nutzten das Anwesen als Sommerresidenz und Jagdschloss. Es war der ideale Ort, um der Sommerhitze und dem strengen Protokoll der Residenzstadt Eichstätt zu entkommen. In dieser Zeit erhielt das Gebäude auch sein heutiges barockes Gesicht, das Eleganz mit ländlicher Bodenständigkeit verbindet.

Dass Inching heute in so hervorragendem Zustand ist, verdankt es dem Einsatz der Familie Böhm. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwarb der Architekt und Maler Heinrich Ullmann das Anwesen. Er rettete das verfallende Schloss vor dem Untergang und restaurierte es mit einem tiefen Verständnis für die Denkmalpflege. Sein Enkel, Robert Böhm, führte dieses Lebenswerk fort.

Heute ist das Schloss in Privatbesitz der Familie Böhm und wird als Schlossgut Inching geführt, wo Gäste in historischem Ambiente übernachten können.

ARCHITEKTUR  Das Schloss präsentiert sich als stattlicher Walmdachbau, der mit seiner schlichten, aber perfekt proportionierten Fassade direkt über dem Fluss wacht. Ein besonderes architektonisches Merkmal ist die Verbindung von Natur und Stein: Der Blick aus den Fenstern fällt unmittelbar auf das vorbeiziehende Wasser der Altmühl.

Im Inneren finden sich noch heute Spuren der feinen Lebensart vergangener Tage. Kostbare Stuckarbeiten und historische Kachelöfen zeugen davon, dass man hier auf keinen Komfort verzichten wollte. Zur Anlage gehört zudem die kleine, dem Heiligen Martin geweihte Schlosskirche, deren barocke Ausstattung eine fast schwebende Harmonie ausstrahlt und das Ensemble zu einem spirituellen und weltlichen Gesamtkunstwerk abrundet.
Das Schloss ist ein massiver Bau mit einem charakteristischen Walmdach, der direkt an das Flussufer grenzt. Es besticht weniger durch Gold und Pomp, sondern durch seine klaren Linien und die enge Verbindung zur Natur. Ein markantes Detail ist die angrenzende Schlosskapelle St. Martin, die mit ihrem barocken Altar ein kleines kunsthistorisches Schmuckstück darstellt. Das gesamte Ensemble aus Schloss, Kapelle und den umliegenden Wirtschaftsgebäuden gilt heute als eines der am besten erhaltenen Beispiele für einen kleinen adligen bzw. geistlichen Sitz im Altmühltal.

Foto: © Marion Creyaufmüller

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Heutige Nutzung

icon Hotel

Ferienwohnung und Appartement
Die familienfreundliche, stilvoll und traditionell – zum Teil mit antiken bäuerlichen Möbeln und Küche ausgestattete Ferienwohnung bietet Platz für bis zu zehn Gäste; im kleinen Appartement im zweiten Obergeschoss können bis zu vier Personen übernachten; im Sommer kann auch der Rokokopavillion sowie eine kirgisische Filzjurte als orginelle und romantische Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden

icon Garten

Garten
Der idyllische Garten mit Rokokopavillion und Liegewiese verfügt über zahlreiche Spielmöglichkeiten, Badesteg und Bootsplatz; Für Kinder stehen ein Sandkasten, Trampolin, eine große Schaukel mit Kletterbaum und viele Spielgeräte zur Verfügung

Barrierefreiheit
Die Ferienwohnung im Parterre ist bedingt behindertengerecht eingerichtet

Hunde
Haustiere nur auf Anfrage

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Foto: © Marion Creyaufmüller

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Kontakt

Schlossgut Inching
Martinstrasse 6
85137 Walting-Inching
fon +49-8421-9089-600 und +49-152-28985096
www.schlossgut-inching.de

Gemeinde Walting-Inching • Landkreis Eichstätt
Eigentümer: Familie Böhm